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Lehrinhalte:

Die meisten Filmgeschichts-Bücher enden 1960, weil von da an eine Übersicht nicht einmal mehr vorstellbar ist. Seither sind Dutzende neuer Filmländer hinzugekommen, die Gattungen wie "Ethnografischer Film" oder "Industrie-Film" haben sich diversifiziert und erweitert. Das Fernsehen hat den Umsatz um tausende Prozent gesteigert, neue Genres oder Sorten sind aufgekommen wie der "Video-Clip" und, in den letzten zehn Jahren besonders, der Film im Kunstraum. Es bleibt mir deshalb nur, exemplarisch ein paar wenige Gegenstände zu verfolgen.

In den letzten Jahren waren das: Filme, die sich in ihrem Verfahren oder Geist an den Dokumentarfilm anlehnen, so die der Brüder Dardenne oder Mike Figgis.   Dokumentarfilme, die nach der Methode des direct cinema verfahren, also, ohne merklichen Eingriff des Erzählers, eine Erzählung aus der Realität extrahieren.

In diesem Semester, in Zusammenwirken mit Constanze Ruhm, geht es um die Funktion des Tons im Film.

Im Zentrum unserer Arbeit steht stets das "close reading" eines Films, die sorgfältige Ansicht. Dabei lege ich darauf wert, den Film zunächst auf der Leinwand zu zeigen. Ihn dann so ausführlich, Stück für Stück, anzusehen, als wolle man ihn schneiden, um das Wahrnehmen zu einer Arbeit zu machen. Produktives Anschauen.

Einmal im Semester machen wir in einem mehrtägigen Workshop eine praktische Übung. Auch die praktische Übung soll exemplarisch sein.

(HF)